CT-C GmbH

Lack ist unsere Leidenschaft

  • Image1
  • Image2
  • Image3
  • Image4
  • Image5
  • Image6
  • Image7

farbenlacke - brandschutz

Brandschutz

Brandschutzbeschichtung

Brandschutzbeschichtungen sind funktionelle Anstriche mit selbstanpassenden Oberflächeneigenschaften,
die das natürliche Abbrand verhalten nachbilden.
Die Technologie reaktiver Brandschutzbeschichtungen ist inzwischen ein unverzichtbarer Bestandteil im Stahlhochbau geworden.
Anwendungen in Deutschland gehen bis auf die Mitte der 1970er Jahre zurück und haben ihren ersten Lebenszyklus teilweise schon vollendet.
Technische Daten
Werden Stahlträger erhitzt, so verlieren diese ab ca. 500° C ihre Stabilität und Tragfähigkeit.
Ein Gebäude mit tragenden Elementen aus Stahlträgern würde folglich zusammenstürzen.
Unisolierte Stahlträger erreichen diese Temperatur im Brandfall, je nach Brandlast, schon nach 5 bis 10 Minuten.
Stahlträger mit einer Brandschutzbeschichtung können dagegen einem Brand deutlich länger, je nach Beschichtung im Stundenbereich, standhalten.
Es gibt auch für Holz und andere Materialien entsprechende Brandschutzbeschichtungen.

Applikation
Eine Brandschutzbeschichtung wird meistens im Airless-Verfahren oder mit einem Pinsel in mehreren Schichten aufgetragen.
Die erforderliche Schichtdicke für Profilstahl ist abhängig vom Eigenfeuerwiderstand des Bauteils und wird in µm angegeben.
Übliche Trocken-Schichtdicken liegen zwischen 350 µm und 750 µm für offene Profile (F30) und 2000 µm bis 3600 µm für offene Profile (F90).
Um F90 zu erreichen, müssen Feuerschutzummantelungen aus zugelassenen Plattenmaterialien vorgesehen werden.

Wirkungsweise
Sobald die Temperatur einen bestimmten Wert übersteigt, laufen chemische Reaktionen in der Brandschutzbeschichtung ab, welche diese zum Aufschäumen (Intumeszenz) bringen.
Deshalb werden diese Brandschutzbeschichtungen als Dämmschichtbildner bezeichnet.
Meistens beginnt der Aufschäumprozess bei etwa 200° C.
Eine Schicht mit 1 mm Dicke kann im Brandfall auf ca. 50 mm aufschäumen und bildet dadurch eine wirksame Hitzeisolierung.
Die aufgeschäumte Schicht besteht aus mikroporösem „Kohleschaum“. Diese Schicht zersetzt sich im Laufe des Brandes mit der Zeit, wodurch die isolierende Wirkung abnimmt.
Einige Brandschutzbeschichtungen isolieren im Brandfall über eine Stunde.

Zertifizierung
Die Brandschutzbeschichtungen werden mit verschiedenen Normtests geprüft und anhand der Ergebnisse in Klassen eingeteilt.
Klasse F 60 bedeutet beispielsweise, dass ein Stahlträger mit dieser Beschichtung unter Normbedingungen einem Brand mindestens 60 Minuten standhält.

Login